Trainingsreflexionen I.: Doch noch mal ein Wettkampf? APUT , ja oder nein?

Hm, was für ein Dilemma.

Seit letztens hab ich irgendwie wieder vermehrt Lust auf’s Laufen.

Total egal ob langsam oder zu langsam.

Ich find’s schön draußen zu sein. Ich find’s schön ohne Druck, Zeit- und Kilometervorgaben so wenig oder so viel (eher weniger) wie ich will unterwegs zu sein.

Und jetzt, genau in so einem entspannten Moment, kommt mir nen Floh im Kopf dazwischen. Wieso das?! Ich wollt doch keine Wettkämpfe mehr, zumindest nicht dieses Jahr.

Dieses Jahr hab ich für mich als Lauf-Sabbatical ausgerufen. Na ja, nach meinen Richtlinien eben: laufen ja aber nur ohne Druck und nach Lust und Laune. Das bedeutet v.a.: keine Trainingspläne, kein Stress, Druck, auf einen Wettkampf hin, Dinge machen zu müssen, wogegen ich mich dann doch irgendwie sträube. Das funktionierte schon länger nicht mehr bei mir. Eigentlich funktionierte das so gut wie nie. Aber gemacht hab ich’s trotzdem. Und manchmal ist sogar nichts Schlechtes bei raus gekommen. Aber seit einiger Zeit, eigentlich schon seit längerem, seit wann genau kann ich gar nicht sagen, sträubte ich mich innerlich so dagegen, dass ich fast die Lauflust daran verlor.

Und jetzt will ich genau sowas, ein Trainingsplan wieder machen? Na ja, von Wollen zu sprechen wäre da vielleicht schon ein wenig zu viel des Guten. Aber ich will zu diesem Lauf, da im August, da im Allgäu… nur dummerweise lauf ich nicht aus dem Stand nen Marathon mit 1.500HM+.

Da muss ich wohl für trainieren. … Aber will ich das wirklich? Birgt das nicht zu viel Gefahr? Endet das/ scheitert dies gar an dem Druck und erweckt wieder die Unlust? Hm… Will ich mich diesem Druck, vielleicht Zwang unterziehen? Was ist, wenn ich das tatsächlich als Zwang empfinde? Ich wollt doch diesen Sommer auch mal andere Dinge machen: meinen ersten richtigen Klettersteig, meinen ersten richtigen 3000er, die Berge ohne Laufen „müssen“ erleben, seit langem meinen ersten Urlaub ohne nervöses Hin fiebern auf den großen (Lauf-) Tag. Und jetzt will ich das alles doch einem möglichen Diktat eines eventuellen Trainingsplanes unterordnen? Und will ich den APUT wirklich? Brenne ich für ihn und würd mich dem allem für ihn aussetzen? Oder bekomm ich das eine und auch das andere, ohne die zweite Seite der Medaille?

Ach: Scheiß drauf, ich mach’s einfach! Mal schauen wie lang‘s anhält, wohin’s geht.

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5 Antworten zu Trainingsreflexionen I.: Doch noch mal ein Wettkampf? APUT , ja oder nein?

  1. Der Esel schreibt:

    Lauf-Sabbatical? Das mache ich jetzt auch. Dass das mit dem Laufen bei mir derzeit nicht so hinhaut, habe ich ja bereits geschrieben.
    Inzwischen sinkt bei mir auch der Druck, das schlechte Gewissen. Und daran hast Du einen gewissen Anteil. Schließlich ist meine größte Angst, das die Lust nicht wiederkommt, wenn der „Zwang“ nachlässt. Diese Angst ist noch größer als die vor dem Fitness-Verlust, der schon im vollen Gange ist. Aber auch für mich wird der Tag wiedrekommen, an dem es läuft. Und zwar am Liebsten mit den Irrenhausens.

    Liebe Grüße
    vom Sebo

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  2. neckarineeckarine schreibt:

    Hallo Maren!

    bin letztes Jahr den APM gelaufen und es war eine schöne Veranstaltung mit viel support und wenig Startgeld. Ich kann´s nur empfehlen, allerdings darf man auf der Marathon-Strecke nicht allzu viel Trails erwarten (ist aber nicht so das es keine gibt ;-))
    Ich kann das verstehen mit dem Druck – das funzt bei mir nie und endet auch sehr sehr schnell in Unlust. Ich verliere dann zwar nicht die Lust zum laufen, sondern auf die Veranstaltung. Deshalb erweitere ich meine Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade nur in kleinen Schritten und das seit Jahren, so das ich im Grund gar keine große extra Vorbereitung mehr brauche. Und wie Du weißt hab ich letztes Jahr am Wörthersee vom Ultra auf den 30k umgeschwenkt und es hat auch oder gerade deshalb super Spaß gemacht. Es kann auch ohne „Training“, sondern nur mit Lust am laufen funktionieren, auch Strecken, die für viele ausserhalb der eigenen Vorstellungskraft liegen. Der Kopf ist der entscheidende Antrieb, davon bin ich überzeugt.
    Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon drauf, wenn wir uns mal irgendwann wieder sehen!
    Bis dann lass es Dir gut gehen und genieße das Laufen, so wie Du gerade Bock darauf hast 😉

    Gruß Simone

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    • flyingjaren schreibt:

      Hey Simone! Dich hier zu treffen, ist auch eines dieser total schönen Dinge, die einem einfach so mal wiederfahren. Dank dir für die lieben und lehrreichen Worte. Bei mir ist es, wie du ja siehst, ähnlich aber eben auch anders. Und dass es bei dir anders ist, ist auch gut so. Aufgrund der Verschiedenheiten kann man ja voneinander lernen – ich zumindest von dir.
      Dich aber mal wiedersehen und zu treffen wäre mindestens ebenso schön. Also falls du im Sommer nichts anderes vorhast, ich bin zu einem bestimmten Termin im Pitztal aber diesmal wandere ich wirklich nur. Und die Zeit davor und danach verbringen wir im Innsbrucker Raum. Na was meinst du, machst du ein verlängertes Wochenende, vielleicht in den hohen tiroler Bergen? Das hätte doch was, was? 😉

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  3. Elfe schreibt:

    Ha! Da will ich auch hin…schon seit längerem spukt er in meinem Kopf. War schon mal da, war richtig scheixxe, eigentlich nicht. War heiß, war hungrig (ich), kein Bier, kein Geld für Biergarten und keine Traute, um ein Bierchen zu betteln. Aber die Strecke war hübsch, so mit schicken Blumen, Heidelbeerbewuchs im dichten Moos, ein paar Hügel, ein Bach. Nur die Rindviehcher, die waren blöd, wollten meinen Weg nicht frei machen. Das Panorama war so mittel:). Und man kann das auch ohne Trainingsplan. Zielzeit ist lang genug und wenn man sich selbst von vorneherein das event als eine Art Wanderveranstaltung mit Laufabschnitten (neudeutsch speedhiking) verkauft, dann passts. So versuche ich mir selbst auch gerade eine andere Veranstaltung zu verkaufen…schon mal den raw bite mit Ingwer und Zitrone versucht? Höllisch!

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