Trainingsreflexion 2015 1.0: Krieg den Arsch hoch – Sabbatical war gestern!

Vor genau einem Jahr war die Lauflust weg, die Form ebenfalls und ein Ziel war weithin nicht in Sicht.

Dann gab’s das Sabbatical, das Laufsabbatical: nur noch wenn mir danach war, stand das Laufen an. Und dann kam sie wieder, die Lust; mal ganz klein, zart, auf sanften Sohlen, dann mit Karacho, Wumms und überwältigend. Aber die Abstinenz vom Trainingsplan und großen Laufziel blieb. Nun ja, nicht ganz, der Trainingsplan fühlte sich wohl, wo er war: außerhalb meines Läuferlebens, doch das Läuferleben, auch das während des Sabbaticals, wollte wieder Ziele… nur eben keinen Trainingsplan. So kam es dann auch: Ich verkackte auf ganzer Linie, vortrefflich und vollumfassend beim Allgäu Panorama Marathon.

Und jetzt?

Jetzt, 2015, hab ich Lust, die ist geblieben, gewachsen und sinniert vorsichtig, einen unbefristeten Vertrag bei mir abzuschließen.

Und Ziele? Ja, zumindest ein Ziel ist auch da, ganz nah und ein Bewusstsein ebenfalls: ICH BRAUCHE EINEN TRAININGSPLAN! Nun ja, eigentlich brauchen tue ich ihn nicht, ich brauche nur Disziplin, Trainingsdisziplin; und dafür brauch ich tatsächlich einen Plan. Da liegt die Crux: ich war noch nie wirklich diszipliniert, in gar keiner Disziplin. Aber so wie es war, kann’s ja auch nicht weiter gehen. Also versuch ich mich mal, in etwas Laufplanähnlichem. Und ich fange wieder an.

Die erste Woche ging nicht diszipliniert rum aber wies doch mehr Licht als Schatten auf. Vieles Neues und ein unerwartet Großes: Ein Tempolauf, der mal den Namen verdient; ein Nüchternlauf, der mich dermaßen schaffte, dass ich dachte ich find den Weg zurück nicht mehr… und einen Bergmarathon, bei meinem Hausmarathon, der mir eine Strecken-PB bereit hielt, dass ich es immer noch nicht glauben kann.

Und nun ist auch schon die zweite Woche rum. Wenn ich dachte, die erste sei schon undiszipliniert, dann traf ich in der zweiten meinen Meister in mangelnder Trainingsdisziplin. Drei Läufe sind‘s trotzdem noch geworden… und anständig Wochenkilometer auch noch, zwar fehlten der Tempo- & der Nüchternlauf aber dafür gab’s eine Privateinheit in ganz persönlichem stundenlangen Zerschießen bei einem 3,5h andauernden Wald-& Hügellauf in einer Schneewunderlandschaft. So fertig wie ich da war, so fertig bekommt mich noch nicht mal mein Mann hin. Und dann zum krönenden Abschluss dieser Woche kam der versöhnliche entspannte Lauf mit Frau G.: Ich glaub, ich liebe es! Ich liebe dieses Laufen … und finde Gefallen an einem Plan.

Jetzt stehe ich am Ende der dritten Trainingswoche und hab das Gefühl, trotz Sehnenreizung, es könnte gut werden. Ja es könnte tatsächlich mal ein Laufjahr werden, mit kleinen und vielleicht sogar mit großen Erfolgen, mit neuem Level, ja, da könnte was gehen. Und ich glaube, mein Ziel, über die Berge, durch den Baranco, am Strand lang, von Grand Canaria, hinein bis ins Zieltor zu laufen, ja, das könnte in den Bereich des Realistischen kommen, vom Traum in die Wirklichkeit: die Hoffnungssatt ist ausgebracht.

Ich werde sehen, wie es weiter geht…

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2 Antworten zu Trainingsreflexion 2015 1.0: Krieg den Arsch hoch – Sabbatical war gestern!

  1. trailshredder schreibt:

    Hau rein… und denk dran, die Neandertaler würden sich über dich freuen 🙂

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    • flyingjaren schreibt:

      Hey Tom, wie man lesen kann, hab ich dann ja irgendwie „rein gehauen“; Dank dir für die Aufmunterung. Und ehrlich, ich hab Euch Neandertaler noch nciht abgeschrieben, also wenn es doch noch irgendwie klappen könnte, wäre das ziemlich genial. 🙂

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