Transalpine Run – Vorbereitung – Einfach nur Ich

Road to Transalpine Run 2015

Ich habe ja lange hier nichts mehr von mir hören/ lesen lassen, aber irgendwie fehlte mir dazu die nötige Muße, die passende Zeit und vor allem die passenden Worte … nun fehlt zwar immer noch die Zeit, aber es hat sich ja einiges aufgestaut und ich hoffe, dass ich zumindest die passenden Worte finde. Dies soll der Versuch sein, Vergangenes zu rekapitulieren ( und beschränkt sich daher auch aufgrund des zeitlichen Verzuges auf die für mich wichtigen Momente), um den Weg in Richtung Transalpine Run zu beleuchten und auch den selbigen zu Papier bringen … und außerdem drängelt auch ein wenig meine bessere Hälfte, meine liebe Maren – und irgendwie hat sie ja auch Recht und wenn es nur für mich selber ist …

Prolog oder auch einfach nur zum Verständnis:

Laufen, was ist Laufen? Und vor allem was ist Laufen für mich? Auf jeden Fall mehr als nur ein Fuß vor den Anderen zu setzen. Es war Mittel zum Zweck, um von einigen vielen überflüssigen Pfunden wegzukommen und es wurde eine Einstellung, eine Passion; insbesondere wenn dann auch noch eine weitere „neue“ Leidenschaft mit inbegriffen ist – der Berg! Wenn ich auch mit reichlich Höhen-Skepsis gesegnet bin (, die ich mittlerweile immer besser in den Griff bekomme), so liebe ich doch die Berge – insbesondere die Alpen – das Laufen mit diesen ungeahnten Aussichten, diese Möglichkeit an einem Tag zu sehen, was Wanderer sich in einer langen Tour über mehrere Tage mühsam erarbeiten müssen. Das ist Freiheit, das sind meine Fluchten aus dem Alltag. Doch in dieser Passion liegt auch eines meiner größten Probleme – schwieriges Geläuf mit unebenem Gelände. Wohl oder übel muss ich mich damit auseinander setzen, dass ich nicht so laufen kann wie viele andere ….also laufen kann ich schon, vermutlich auch ein wenig besser oder schneller als viele andere 😉 , aber gucken kann ich nicht wie die meisten anderen… ist halt alles eher eindimensional. Gerade im Wechsel zwischen Hell und Dunkel oder einfach bei Schatten verlässt mich mein dreidimensionales Gedächtnis … für die Meisten ist es wohl kein Geheimnis, aber einige sagen immer wieder das sie davon nicht wussten: ich bin auf einem Auge blind und es geht, bzw. läuft ja auch, sorgt nur für die eine oder andere ungeahnte Überraschung. Surprise! J

Einer meiner großen Laufvorhaben war schon immer dieser Lauf über die Alpen, eigentlich völlig Gaga, da es nicht nur zu heftiges Gelände ist, sondern auch völlig jenseits meines Laufpensums. Doch wie komme ich dahin? Was tue ich, um mich auf diese Belastung vorzubereiten? Eigentlich völlig ungeplant mit den vielen Ultraläufen und auch völlig unnötig, da die Etappen maximal 45Km lang sein werden; aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies der richtige Weg für mich ist! TAR 2015 Here I GO!

TAR – Epilog:

Oberstdorf, 29.08.2015 9:57 Uhr … Wahnsinn, nun ist es soweit, ich stehe hier inmitten einer Schar verrückter Läufer, die in den nächsten Tagen nach Sulden, also insgesamt 270 km über die Alpen laufen will; die Sonne scheint und es ist ein strahlend blauer Himmel; perfekte Laufbedingungen und ein leichter Schauer zieht immer wieder über meinen Rücken. Egal wohin ich schaue, überall nur glückliche und ein wenig angespannte Gesichter. Der eine oder andere Scherz, um eine gewisse Anspannung zu überspielen. Eigentlich das allseits bekannte Kurz-Vor-Start Geplänkel… ich fühle mich gerade wohl und unwohl, geborgen und alleine zugleich…will ich das wirklich? Kann ich das wirklich? Eigentlich schon und trotzdem wird alles neu … ja, natürlich kann ich das und ich bin bereit mich auf das kommende Abenteuer einzulassen… doch wie komme ich zu dieser Einsicht?

 

 

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Über Ultra Snob

Urteile erst über mich, wenn du mich kennengelernt hast .... alles andere wird wahrscheinlich in Vorurteilen enden - die Grenze zwischen "Arsch" und Freund ist schwammig.
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