BC2016 – Retrospektive Splitter auf einen Lauf im Februar 2016

Ich erinnere mich noch, dass ich ungewöhnlich gut geschlafen hatte. Es war ungewöhnlich, weil es die letzte Nacht vor der BC war. Vor DEM Ereignis. Vor dem Tag X. Vor meinem bis dato wichtigsten Lauf.

Ich wusste, ich war bereit. War bereit, tatsächlich den Brocken-Gipfel zu erklimmen; mehr wollte ich nicht, mehr brauchte ich nicht.

Ich wusste, ich würde hier mit Freunden laufen, die überall an und auf der Strecke und auch im Ziel dabei waren. Doch die Krönung von all dem war, dass ich mir ganz tief innen sicher war, dass da oben auf dem Gipfel, die besten Freunde, die ich hatte, ausharrten, nicht eher gehen würden, bis ich da war.

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich im Startbereich meinen Jan verlor; ohne ihm einen guten Lauf zu wünschen, ohne anständig von ihm zu verabschieden. Was war das für ein Omen? Von all den anderen, mir wichtigen Menschen hatte ich mich verabschiedet, ihnen einen guten Lauf, einen schönen Tag gewünscht. Nur meinem Mann, den hatte ich im Gewühl von der Hand gelassen, verloren und hoffte doch, ihn entspannt und wohlbehalten auf dem Brocken, nach Stunden, im Dunkeln wieder finden zu können.

Viel Zeit hatte ich damals am Start der BC nicht zum Grübeln. Da waren schon andere, die mich mitnahmen. Die Startlosung bekam ich nur im Nebel mit, im Dusel, irgendwie wie in Watte eingepackt: „HERE WE GO!“

Es ging los. Ich musste los. Um mich herum waren lauter Freunde, die nahmen mich mit. Ich erkannte sie nicht gleich, war es doch dunkel, war es doch übermäßig hell, über ihren Gesichtern, dank ihrer eigenen kleinen Schutzsterne auf ihren Stirnen. Das damals, ja das war so sphärisch. Allein dafür hatte sich das ganze harte Training Vorfeld gelohnt. Für diesen einzigen Moment.

Da genoss ich es, in diesem Pulk laufen zu dürfen, mich mit ihm bewegen zu können, inmitten von ihm gewesen zu sein. Neben mir war zu diesem Zeitpunkt Michael Gu. Mein Lauffreund, zuerst Lauf- und später auch ohne des Laufens Freund, ein wahrer Werther Echter. Er war zum ersten Mal damals dabei. Und er schien stark beeindruckt gewesen zu sein. Auf ihn wartete seine Frau, oben auf dem Gipfel:  Konni, eine meiner liebsten Freundinnen. Mit ihr kam neben dem Laufen auch ganz schnell die außerläuferische Freundschaft. Das war immer so schön mit ihr; und beim Laufen machte sie mich regelmäßig fertig (beim gelegentlichen Trinkgelage revanchiere ich mich dann). Ich weiß noch, ich freute mich so das Michael & Konni damals dabei waren, endlich einen Blick, einen flüchtigen Eindruck von meiner alten Heimat bekamen, erfuhren, wie es da war, wo ich herkam. Ich hoffte so, sie könnten es so genießen, wie es diese Gegend, dieser Lauf, diese Menschen dort wert waren.

Dann liefen wir. In einem Pulk aus Glühwürmchen, liefen wir. Gewusel, Geflüster, und neben mir war  Michael. Ich versuchte ihm meinen ehemaligen heimischen Wald näher zu bringen, im Dunkeln; während dessen verglich ich diese Bäume dort mit meiner neuen Waldheimat.  Und dann betraten wir das Kerstlingröder Feld. Dieses Feld war schon immer etwas sehr Besonderes für mich. In dieser Nacht, an diesem Morgen, da war etwas, bei und in diesem Feld, auf dieser für mich unermesslich großen Lichtung. Ich mochte es, hier her zu kommen, immer wieder, ich freute mich jedes Mal darauf:

Du kommst aus dem Wald, von den breiten Wegen aus dem Wald und trittst in die Offenheit, in die Weite – ok – begrenzte Weite aber mit offenem Himmel. Läufst auf die kleine Kuppe zu, läufst drüber und der Blick öffnet sich. Vor dir liegt das Feld, ehemaliges Militärgebiet (welch eine Schande), mit seinen Wiesen, Heiden, Biotopen, Ruinen, Bäumen, Wegen; den Blick auf die andere Seite richtend, dem Ufer des anderen Waldes da drüben entgegen, Stadtgrenze oder daheim, je nachdem aus welcher Richtung man schaut. Das Kerstlingröder Feld, mit seinem weiten, offenen Blick, nicht nur rüber, zur anderen Seite, sondern auch rauf, hinauf zum Himmel. Es ist schön wenn du ihn hier siehst, wenn er klar ist. Und es ist ein Wunder, wenn er wolkenfrei  in der Nacht ist, wenn du die Sterne siehst.

Ja das hatte ich mir für den Tag damals im Februar gewünscht. Nur wusste ich das nicht, bis ich es sah. Ich war überwältigt.

All das wollte ich so gern Michael sagen, zeigen, wünschte mir, er könnte, würde es genauso sehen, fühlen, so wie ich es sah und fühlte in diesem Moment. Aber ich blieb stumm, hatte keine Worte. Es kamen nur Phrasen aus meinem Mund. Ich hatte damals, in diesem einen kleinen, wichtigen Moment kein Licht, keine Sonne, damit ich es ihm zeigen konnte. Es war dunkel, gab kein Licht, bis auf das der Sterne am Himmel und auf den Köpfen. So blieb ich still. Ich hoffte nur, er fühlte es, so wie ich. Und ich hoffte, dass irgendwann die Zeit, der Tag, der Moment kommen würde, wo vielleicht Jan mit mir zusammen, dem Michael mit der Konni zusammen das Kerstlingröder Feld zeigen könnten. Vielleicht wäre der Frühling eine gute Zeit dafür. Oder doch eher der Sommer oder gar der Winter, auch da hat das  Feld mystische besondere Seiten. Das dachte ich mir so damals, als wir da beide so still nebeneinander liefen.

Und jetzt, in diesem Moment hier, wo ich das schreibe, da wünsche ich mir, dass irgendwann vielleicht dieser Zeitpunkt kommt, wo ich dieses Spezielle des Feldes, den beiden wirklich zeigen kann. Und vielleicht ist es dann tatsächlich so besonders, wie ich es so oft gefühlt habe.

Ich weiß noch, hinter dem Kerstlingröder Feld, da lief ich alleine. Ohne Michael an meiner Seite. Ohne einen erkennbaren anderen Freund an meiner Seite. Aber ich lief doch nicht alleine. Um mich herum waren andere, andere Läufer, unbekannte, für mich nicht sichtbare Freunde. Wir liefen runter, in den ersten Ort. Da standen, mitten an einem kalten, dämmerigen Samstagmorgen im Februar, zwei Dorfbewohner an ihren offenen Fenstern und schauten, winkten uns zu.

Irgendwann in dieser Dämmerung hörte ich mir bekannte Stimmen. Ich weiß noch, sie drangen von hinten an meine Ohren. Ich wollte es nicht glauben, dachte doch, diese beiden müssten doch viel weiter vor mir laufen. Taten sie aber nicht, sie liefen erst jetzt auf mich auf und ein Stück mit mir mit. Es waren – bei Eingeweihten nur „Die Peiner“ genannten – der schlaksige Ingmar mit dem schönen Arne. An diese kurze Zeit mit diesen beiden Spaßvögeln erinnere ich mich gern zurück. Ich genoss es schon damals, als sie kurz mit mir da, dem Sonnenaufgang entgegen liefen. Die beiden sind einfach zu jedem Spaß aufgelegt. Sie motivierten mich Schritt zu halten und ich hatte einfach eine wahnsinnig gute Zeit, damals da mit ihnen, im Dunstkreis vom ersten Versorgungspunkt in Landolfshausen.

Ich weiß noch, irgendwann ließ ich die beiden ziehen, es wurde mir doch leicht zu schnell. Doch zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich großartig. Es fühlte sich alles ganz leicht, ganz einfach an, nur nicht zu schnell am Anfang zu laufen, die Kontrolle zu behalten, dass fiel mir damals schwer.

Den feuerrot aufgehenden Sonnenball am saukalten tiefen Eck beim Seeburger See, ja den sehe ich immer noch vor meinem geistigen Auge, wenn ich mich zurück erinnere. Bis hierhin war es einfach, immer noch. Nur kalt, arschkalt war es. Die Gräser bogen sich unter dem Gewicht des Morgenfrostes, sie waren gar nicht richtig grün, eher eispastellgrün. Alles war gedeckt, leichter Nebel legte sich auf die Welt. Und diesen Nebel, diese abgeschwächten, kalten Farben überstrahlte eine glutrot, ganz unwirklich, in stärkster Farbe aber trotzdem extrem kühl strahlende  Morgensonne. So einen Moment zu erleben, so etwas empfand ich damals als wahres, pures Glück.

Ich weiß noch, als ich am zweiten Versorgungspunkt, hinterm Seeburger See in Rollshausen ankam. Da war mir so kalt. Und ich war gleichzeitig so erstaunt. Mir ging es gut, viel besser als bei meinem ersten Date mit der Brocken Challenge. Und ich war mitten drin und nicht nur hinten dran. Da stand schon wieder die liebe Kathi und begutachtete die Auslage. Ich hatte sie schon am vorangegangenen VP gesehen aber dachte mir da noch das wäre eine Ausnahme. Ich würde nur auf sie am VP auflaufen, weil ich da noch zu schnell wäre. Denn Kathi konnte schneller, das wusste ich. Was ich zu dieser Zeit noch nicht wusste, war, dass sich unsere Wege, an diesem Tag im Winter, noch öfter kreuzen würden.

Neben Kathi traf ich damals dort in Rollshausen auch noch den Benz, den Ralph Benz. Der konnte doch auch immer schneller als ich, warum nicht an diesem Tage damals? Ich würde ihn, genauso wie die Kathi, später noch öfter treffen.

Und ich erinnere mich noch, dass mir spätestens beim Seeburger See auffiel, dass die Gaby N., aus der Stadt mit dem Dicken B., immer irgendwie mit mir, mehr oder weniger, auf einer Höhe lief. Gaby, die so viel Erfahrung, mit so vielen langen Laufen, mit so vielen anspruchsvollen Läufen hatte. Das erste Mal traf ich sie im Sommer im tiefsten Allgäu. Da wollte sie, wie so einige andere auch, den Transalpine laufen. Ich fand sie damals so lässig, so entspannt mit dieser Herausforderung umgehend … und irgendwie wirkte sie auf mich wie ein Vorbild. Sie strahlte so viel Erfahrung aus. Und wissende Ruhe. Und so jemanden hatte ich nun hier um mich herum. Ich wusste, so lange ich Gaby irgendwie in meiner Nähe sah, so lange könnte es nicht schlimm laufen. Auch wenn sie von diesen Gedanken nichts wusste, gab sie mir damals doch ein wenig wissende Gelassenheit, es an diesem Tag zu schaffen, es auf den Gipfel zu schaffen.

An der schönsten Quelle, einen der wundervollsten Teiche, die ich je sah, an diesem feinsinnigen stillen Örtchen, der Ruhmequelle, da lag der nächste VP. Und dort traf ich bei meiner Ankunft wieder auf all die üblichen Verdächtigen.  Ich erinnere mich noch, dass damals dort meine Stimmung nicht die Beste war. Hatte ich da doch im Kopf, dass ich eine Verabredung bei km 42,2 in Barbis hatte und an der Ruhmequelle noch dachte, ich käme heillos zu spät. Ich zog weiter, gefolgt von Kathi und Rebecca, dass Spiel kannten wir ja schon: die erste Hälfte bis zum nächsten VP preschte ich voran und dann überrollten die beiden jungen vergnüglichen Hüpfer mich von hinten. Genau das Gleiche erwartete ich auch hier. Wir zogen den Aufstieg hoch … und waren prompt in den Dolomiten! Ja, da bei der Ruhmequelle gab es nachweislich Dolomitenstein.  Ich liebte es!

Einige Zeit und Meter später merkte ich, dass ich mich bzgl. des Zeitpunktes meiner Verabredung in Barbis nur um eine läppische Stunde verrechnet hatte. Ich lag unerwartet vollkommen im Plan, im optimalen Zeitplan. Plötzlich war ich vergnügt, so vergnügt. Nicht nur, dass der Plan passte, auch die Stimmung in meinem Kopf und v.a. in meinem Körper passte sich an: alles war fein bei mir, keine Ermüdungserscheinungen, Maläsen oder Schlimmeres. Also voran liebe Freunde, voran!

Auf dem Weg nach Barbis lief ich dann tatsächlich mit Kathi zusammen. Sie freuet sich zum 1.738tensten Mal über das „Wetterchen!“, so wie sie sich jedes Mal darüber freute, dass wir beide uns immer an den VP’s über die Füße liefen. Mich störte das nicht, mich stimmte das ebenfalls fröhlich. Dieser kleine quirlige Sonnenschein strahlte neben der Sonne mindestens genauso hell mit ihrer Einstellung, mit ihrem bloßen Dasein, damit wie sie diese BC anging. Ich weiß noch, dass ich glaubte, dass hier wäre sogar ihr erster Ultra und dabei dann so vergnügt zu sein, fand ich schon hellen Wahnsinn. Ich war in diesem Moment schon sehr froh und glücklich ein wenig in ihrer Nähe, ein bisschen in ihrem Licht sein zu dürfen. Ich wusste es wird hart, wenn ich sie oben im Harz nicht mehr an den VP’s treffen würde. Das dieser Zeitpunkt kam, war nur eine Frage von Minuten oder gar Stunden, denn hey: Das hier war Kathi!  Da war es klar, dass ich sie irgendwann verlieren würde. Die Frage war eben nur wann. Aber selbst als sie dann davon zog, war dies nicht schlimm; diese BC lief ich primär mit mir selbst. Und mit mir selbst wurde es noch immer dann am spannendsten, wenn es schwierig wurde. Also so long, dear sunshine!

Ich weiß noch ganz genau, wie wir in Barbis einliefen – es war der reinste, purste Höhenflug. Ich war pünktlich. I was just in time. Und ich war so gut drauf, dermaßen gut drauf. Ich konnte noch all die  norddeutschen Freunde abklatschen, Toms Sanne herzen und ich durfte tatsächlich noch Detlef, meine motivierende Verabredung sehen. Detlef war tatsächlich noch da! Und ich sah, in diesem Augenblick, wie sein Herzblatt Tanja gerade den VP verließ. Tanja, die versierte, viel schnellere Tanja, deren Rückansicht ich noch sah, als sie aus dem VP lief, während ich ankam. Was war das denn? Was war denn an diesem Tag dort im Harz nur los? Ich lief damals in Reihen, die sonst, bei all den anderen Rennen, immer Ewigkeiten vor mir im Ziel waren.

Ach ja: Tanja. Wir fingen damals gemeinsam und doch ganz getrennt voneinander das Laufen an. Trafen uns zuerst im Netz, dann in der Realität und fanden trotz der Verschiedenheiten irgendwie etwas, was uns verband. Wir waren anders, unterschieden uns und doch verstanden wir den anderen, wenn es um das Wesentliche ging. Und über Tanja lernte ich ihren absolut grandiosen Detlef kennen. Was mich mit Tanja verband, verband mich auch mit Detlef, nur das er ein absolut bekennender Nichtläufer war. Dafür machte er aber jeden anderen Kram mit: stieg mit mir auf den Innsbrucker Schwesterberg des Brockens, trotz nahezu drohenden Lungenödem; fuhr mit uns allen auf DIE Insel, versorgte uns wie kein anderer, putzte uns die Nase im Wettkampf, tröstete uns wie ein daher geschickter Engel, wenn wir fielen und feierte wie der Partyhengst persönlich unsere Erfolge. Und diese beiden sah ich hier nun und während Tanja lief, reichte mir Detlef meine Wechselschuhe und öffnete diese für mich.

Mit frischen Schuhen ging’s weiter. Ich wurde von hinten von Tom überholt, nicht ohne dass er einen freundlichen Spruch für mich übrig hatte. Wir trafen uns früher schon öfter in den Wäldern, auf den Hügeln und Pfaden dieser Republik. Ich durfte sein Laufrevier besuchen und dort seine großen Veranstalter- und v.a. Motivationsfähigkeiten erleben. Das war damals sehr schön, ein Schritt weiter in die richtige Richtung und Tom und Sanne waren dabei. Und jetzt liefen wir hier, zusammen, auf der anderen Seite meines Kindheitswaldes.

Auf Höhenflug folgt Absturz. Das war schon immer so. So auch heute. Der Entsafter kam und zog mir alle Zähne. Aber nicht weil’s der Entsafter war. Nein, eigentlich war ich so drauf, dass ich ihn weit möglichst hoch laufen wollte, zumindest immer wieder es versuchen wollte. Aber der Schuhwechsel von Barbis stellte mir dafür immer wieder ein Bein. Eins nach dem anderen. Er kam erst langsam aber wurde beständig stärker, lauter, durchdringender. Der Schmerz, er war da. Im Entsafter I, da war er da.  Ganz und gar wie ein schnellwachsender Baum, der in meinem Bewusstsein wuchs. So war er da, der Schmerz in meinem rechten Fuß … dank Schuh-Wechsel. Dieser Fuß sendete den immer gleichen Schmerz in meine Hirnsynapsen. Die Empfindung verstärkte sich. Er beschränkte mich auf diese eine einzige Empfindung. Warf mich immer wieder zurück. Ließ mich selbst nicht von mir selber ablenken. Da half keine Musik. Kein Wegträumen half. Keine Gedankenspiele konnten meine Aufmerksamkeit von diesem Fuß, diesem Schmerz weg lenken. Dieser Fuß nervte! Nervte kolossal!

Der Schuh wurde auf geschnürt, Sneakerlike locker getragen. Ich lief wieder an. Es ging einige Meter gut, dann kam der Schmerz wieder, wurde größer, wurde groß und übernahm die Macht. Ich  übergab ihm die Macht über mich, versank vollkommen in ihm und verfiel wieder ins Gehen. Der Schuh wurde wieder etwas fester geschnürt aber das Spiel bliebt das Gleiche: Anlaufen, vorsichtig Hoffnung aufbauen, den Schmerz aus dem Hintergrund kommend fühlen, den Kampf mit ihm eingehen, verlieren, sich ihm hingeben und wieder ins Gehen verfallen. Das war mein ewiges Rad des Lebens an diesem Tag. Ich wär ihn so gern gelaufen, hatte mir vorgenommen, viel mehr zu laufen als beim letzten kläglichen Versuch. Ich dachte, ich hätte wohl auch die Kraft gehabt, nur mein Willen, der ward an diesem Tag im Februar vom Fuß und einem neuen Schmerz gefangen genommen. Ich hatte keine Handhabe, kein Rezept dagegen parat. Lies mich mitziehen, ließ mich dominieren von diesem Schmerz. Das nervte mich. Das nervte mich grandios. Und es nervt mich immer noch, selbst jetzt, wo ich diese Zeilen hier schreibe.  Dies ist also die 2. Aufgabe, die mir der Entsafter für die Zukunft mitgab: Verlier nie die Gewalt, die Herrschaft über dich, deinen Geist und deinen Körper!

Während dieser Schmerzparalyse war immer Andrea aus H. um mich herum. Wir kannten uns lose von anderen Läufen. Waren da öfter im gleichen Bereich unterwegs. Und fanden es zunehmend spannend was die andere so das Jahr über erlebte. Und so liefen wir auch hier um uns herum. Andrea half mir damals, an diesem Tag, immer wieder aus meinem kleinen Schmerzuniversum heraus zu schauen und an ihr dran zu bleiben. Wäre nicht der Fuß so gewesen wie er war, dann wäre dies ein phantastischer Lauf miteinander geworden. Still verstehend, vorantreibend, alles teilend.

Dieser Fuß, in diesem Entsafter zog mir wirklich jegliche Energie aus dem Leib. Ich betete die nächste Versorgungsstation, am Ende dieses berüchtigten Abschnittes so sehr herbei. Ich war dermaßen gar, gar vor Schmerz. Da konnte ich mich auch nicht freuen, so komfortabel im Zeitlimit zu sein. Dachte ich damals doch noch, dass die Zeit mein größter Gegner bei der Bewältigung dieser Challenge war. So war es aber nicht. Der Gegner, der war damals etwas, jemand ganz anderes.

Und da war sie, der Lichtblick, die Lausebuche. Als ich 3 Jahre zuvor hier einlief, da war das alles Spitz auf Knopf, ganz schön knapp. Und eigentlich war es damals auch schon weit darüber hinaus. Damals, vor drei Jahren da war ich dort so richtig fertig, dass sahen mir wohl alle an, nur ich wollte es nicht sehen. Und dieses Mal, in diesem vergangenen Februar, da fühlte ich mich zwar erledigt aber keiner dort zeigte mir, dass sie es auch so sahen. Ich wurde nicht mehr mit Startnummer angesagt, sondern mit meinem eigenen Namen schon von weitem begrüßt. Ich wurde strahlend empfangen, überaus froh und lachend geherzt, so dass meine innere Zerstörtheit hier wich. Und hier an der Lausebuche war auch einer der emotionalsten Momente der BC 2016 für mich, als mich Moni mit ihren Armen empfing, ich in diesen versank und mich nicht mehr daraus lösen wollte. Dieser Moment ist geblieben – Danke Moni!

Dort bei der Lausebuche war es auch, als ich Ralph wieder traf. Wir standen beide vor dem leckersten Fruchtsalat, den ich je in meinem Leben aß. Ich wusste bis dato nicht, dass ich dermaßen auf sämtliche Früchte beim langen Laufen abfahre, wie ich es da tat. Das war der Inbegriff einer wahren und reinen Frischzellenkur. Und dann zog der große Ralph, mit den überaus langen Beinen, mit dem viel höherem Tempo, mit so viel mehr Lauferfahrung,  aus dem hohen Norden mit mir, den kleinen, langsamen, lernresistenten Zwerg aus dem Harzer Vorland zusammen davon. Weiter zum nächsten Angelpunkt, der uns auffangen, herausfischen würde aus dem Meer von Hügeln, Laufkilometern, Schmerzen und Schnee.

Ja und dann, ich erinnere mich noch ganz genau, dann kam der Schicksals-VP, der bedeutendste Punkt der gesamten Strecke, der VP am Königskrug. Ich hatte mich so hier her gesehnt, der Schmerz im Fuß war fast so groß, wie mein Schmerz im Herzen. Mit diesem Punkt hier verband ich so viel: Mein Scheitern drei Jahre zuvor, da war ich ein Häufchen Elend, wusste damals längst, dass es hier  vorbei sein würde. Und meine glücklichste Zeit als Helferin letztes Jahr. Da stand ich dort und unterstützte die, die hier laufend durchkamen. Und als ich nun hier selbst als Läuferin ankam, da wurde mir geholfen. Ich hatte eine solche Angst davor, dass sich hier das Desaster von 2013 wiederholen würde. Diesmal war es nicht die Zeit, sondern meine eigene Gefangenheit im Schmerz, die mich zweifeln ließ. Doch um dort nochmals auszusteigen, dafür müsste man mir beide Füße, Beine, Hüfte abschlagen, zertrümmern und ich wäre trotzdem auf den Stumpen den Brockengipfel entgegen gekrochen. Dafür war meine Erfahrung hier von 2013 gut: ich würde hier am Königskrug nie wieder aussteigen (wollen). Bitte lasst es auch nicht zu, dass ich hier irgendwann mal wieder aussteigen muss.

Und dort am Königskrug, da ließ mich allein Michael Ge.  nicht aussteigen. Der Gedanke, dass dieser liebe Vereinsfreund einen hier erwarten würde, hatte mich getragen. Meine Frage nach einem Morphinpflaster strafte er wortlos mit finsterem Blick ab. Guter Freund, ja, du hattest Recht, diese Frage, dieser Wunsch war tumb, dumm, geistlos und feige. Ich hatte ihn nur im Kopf, ähnlich wie den Wunsch, meinen Fuß, sofort, ohne Reue gegen einen anderen eintauschen zu wollen. Aber gut, ich nahm sowieso lieber die Wärme eines Freundes hier an, bevorzugte diese vor sämtlichen Rauschmittel und an diesem alles entscheidenden VP freute ich mich besonders, dass ich diese Wärme von Michael in Anspruch nehmen durfte.

Ich weiß auch noch genau, dass ich am Königskrug ebenso an das Jahr zuvor dachte. Hier dachte ich  an den unbeschreiblich tollen Oli, den Züperoli. Dieser Mensch konnte an diesem Tag im Februar 2016 nicht dabei sein aber sein Spirit war aus dem letzten Jahr hier übrig geblieben, in meinen Gedanken war er an diesem Tag hier dabei. Es war so einmalig mit ihm damals hier. Ich lief im Königskrug ein und dachte an die Zeit hier mit ihm und vermisste ihn. Hier jetzt, während ich dies schreib, denk ich an dich, Oliver, heb mein Glas mit dem besten Prosecco und proste dir zu: Wann sehen wir uns eigentlich endlich wieder?

Irgendwann lief ich dann auch in Oderbrück ein. Nach dieser unsäglichen aber doch auch irgendwie geilen ungenutzten Skipiste, da sah ich Oderbrück und ich sah Kathi wieder. Das war toll dort. Die Leute dort feierten jeden von uns jetzt schon, als ob es bereits das Ziel wäre. Aber jeder von uns wusste auch, ab jetzt fängt der lange Zielkanal an, da passierte nichts mehr. Oder besser da passierte noch äußerst viel. In meinem Fall fing die Party hier gerade erst richtig an.

Den Ersten, den ich auf meinem Weg da sah, war Freddy. Henrys Freddy. Ich dachte mir noch, wer lässt hier denn seinen Hund so frei rum laufen. Und das dieser Hund aber ein komisches Laufbild hätte. Ein Laufbild, das ich irgendwie kannte. Und dann sah ich genauer hin: Kannte ich nicht genau diesen Hund? War das nicht Freddy? Und ja! Diesmal begrüßte mich dieser überaus lässige, geschmeidige Vierbeiner für seine Verhältnisse geradezu überschwänglich. Er riss mich aus meiner gedanklichen Monotonie. Und wo Freddy war, da konnte Henry nicht weit weg sein. Und da stand er auch schon vor mir. Mit Wibke. Ich weinte und war so voll mit Glück, diese wichtigen Menschen für mich hier, am Fuße von meinem Schicksalsberg 1.0 treffen zu dürfen. Bisher war Henry bei allen wichtigen Läufen, Bewusstseinserweiterungen der letzten Jahre, in meinem Leben, immer irgendwie dabei. Dass er es tatsächlich auch schaffen würde, hier, am Brocken dabei zu sein, das erfüllte mich mit einem ganz tiefen Gefühl der Dankbarkeit. Ich wollte sie nicht gehen lassen. Ich wollte selbst nicht weiter aber doch mussten wir uns trennen. Das war die größtmögliche Eröffnung für dieses Finish. Danke Henry und Wibke!

Auf den weiteren Weg traf ich immer wieder Fußgänger, die so ausschauten, als hätten sie Stunden vor mir, den gleichen Weg wie ich genommen. Sie beklatschten mich. Und einige darunter erkannte ich sogar. Da waren Flo. Der schnelle, überaus schnelle Flo. Und Phillip war auch da. Und Lars, mit seinem Lütten. Und alle erkannten mich. Motivierten mich als, wenn ich hier etwas so großes wie sie selber leisten würde, als wenn sie heute nur Zuschauer gewesen wären, und nicht schon selbst das Letzte aus ihren Körpern herausgeholt hätten. Sie hatten immer noch Kraft für uns, für uns im letzten Drittel des Feldes.

Und dann war ich am Dreieckigen Pfahl. Wie oft war ich schon hier oben gewesen? Ich hatte aufgehört zu zählen. Den Weg hoch kannte ich bereits im Schlaf. Ab hier sah ich den weiteren Verlauf ziemlich gut – oder zumindest vor dem eigenen inneren Auge sah ich ihn recht gut. Erst links rum leicht runter und dann irgendwann diese Rampe hoch, hoch bis zur Brockenbahn, dann wäre ich schon auf dem Goetheweg. Aber bis dahin war es dann doch noch weiter, als ich es meinte. Vordergründig war es weiter, weil ich auf diesem Schnee, mit diesem Fuß nicht ansatzweise laufen konnte. Aber genau das wollte ich doch! Laufen! Es zumindest versuchen. Ein anderer Grund war jedoch, dass ich hier auf meinem Weg, immer wieder bekannte Gesichter sah, über deren Erscheinen ich mich so sehr freute. Da waren Schradi und Anette mit Calani – was für eine Freude. Dieser Hund fand meine Oberschenkel sehr bespringenswürdig. Ich fand Calani da irgendwie weniger liebenswürdig (dabei ist das so ein sweetheart). Dann kamen Carsten, Tanya Sz. Und Michael H. . Die unheimlichen Flitzer aus dem Bermudadreieck Deister – Süntel – Weserbergland. Sie waren – wie so viele an diesem Tag – die Strecke bereits Stunden vor mir hochgeflitzt, und wie ich die drei so kennen gelernt hatte, haben sie dabei sicherlich keine Gefangenen gemacht. Doch obwohl sie solche Lauftiere waren, solche Leistungen aus sich selbst abrufen konnten, bei denen ich nur mit den Augen weit auf zuhören konnte, trotz dessen, feierten sie auch meinen Aufstieg dort hoch.

Und dann war der Nebel da. Er kündigte sich schon vorher an. Aber nun war er dicht und umhüllte die Dämmerung. Der Weg wirkte dadurch noch länger aber irgendwie auch immer noch genauso klar. Es wurde nur etwas spezieller, leicht mystischer. Und dann tauchen da auch noch zwei Gestalten ganz feenhaft aus dem Nebel aus. Erst die eine, dann die andere. Sie bewegten sich leicht und schwebend. Ich erkannte sie zuerst nicht. Dafür erkannten sie mich. Es waren Michael S. mit seiner Violetta. Die überaus warmen Worte von diesen beiden, an dieser Stelle werden in meinem Herzen bleiben. Ich danke den Beiden sehr dafür!

Ich erinnere ich mich noch ganz genau, wie es dann war, als ich endlich unten an der Rampe stand. Am Fuße der Rampe angelangt, wünschte ich mir so sehr, da wäre wer. Es wäre wer am anderen Ende der Rampe und würde auf mich warten, mich abholen, mich an die Hand nehmen, mir die Schmerzen wegnehmen. Das war so ein typisch, total unrealistischer, kindlicher Tagtraum. Etwas, was ich schon so oft hatte beim sehr langen laufen. So etwas Ähnliches wie ein Tischlein-deck-dich. Doch wusste ich ganz genau, dass dies ein unerfüllbares Märchen, eine Legende bleiben würde. So etwas konnte man sich in umnachteten Momenten wünschen und man würde zeitgleich wissen, dass es nie nie nie in Erfüllung ginge. Und dann stand da Falk! Halluzinierte ich? Ich fasste es nicht! Da ist der verrückte Kerl vom Ziel zurück, den Berg runter, an all den vor mir vorbei, bis zu dieser Rampe gelaufen und wartete da oben auf mich. Ich ließ mich fallen, an die Hand nehmen und führen. Damals dort jemanden Lieben, neben sich zu haben, der dein Wehklagen einfach so wegsteckt, der dich nicht los lässt, bis du angekommen bist, das war ein Moment der bleiben wird.

Und dann kam mein Jan! Auf den letzten Metern hoch, kam mir mein Mann entgegen. Es schien so, als ob er sich vor Rührung kaum noch gerade auf den Beinen halten konnte. Oder schien es mir nur so, weil ich mich vor lauter Glück kaum noch auf meinen eigenen Beinen halten konnte? Diese Begegnung, dieses gemeinsame in den Armen des anderen Versunkensein, diese Worte gehört zu haben, das war unwirklich zauberhaft.

Und da war es, dass Ziel war da! Ich sah sie dort alle. Sie warteten auf mich. Alle waren da:

Marco, der Ideengeber, dafür hier im Februar mal ganz spontan auf den Gipfel und zufällig auch am Ziel eines Ultras aufzutauchen (ohne selbst laufend dabei zu sein). Er war einer der wichtigsten für mich. Das sollte er gewusst haben, trotz aller Unausgesprochenheit. Er war mein größter Kritiker in Bezug auf die BC und einer meiner wichtigsten Freunde, bei denen ich mir immer sicher war, dass egal was ich machte, egal wie ich abkackte, wenn ich ihn rief, ihn bräuchte, dann wäre er da.

Nicola mit ihrem Rolf war ebenfalls da. Meine Proseccoschwester, die immer an mich glaubte, die selbst sportlich sehr umtriebig war und dabei immer so tiefenentspannt lässig, selbst sie stand damals dort auf dem Gipfel des Berges und feierte mit mir im Ziel.

Und Ricco war auch dort, mit seiner Rina. Ricco, der neben vielen anderen hier damals, diesen Lauf lief. Mit dem ich meinen Marathondebütantenball in Wien teilte. Und Rina, deren Freundschaft zu mir so einprägsam und schmerzhaft begann, beide standen sie dort in Kälte und begrüßten mich.

Und ich erinnerte mich noch genau, wie da Silke war. Die beste Seele von allen. Nicht nur, dass sie alle Späße ihres Allerliebsten mitmachte, nein sie war auch für uns alle anderen da. Ohne Silke hätte ich damals nie in die Dusche gefunden, und das Aus- & Anziehen wäre ohne sie äußerst kreativ abgelaufen. Ohne Silke wären die vielen schönen Stunden nicht möglich gewesen. Ohne Silke hätte uns damals die gute Fee stark gefehlt.

Das Zusammentreffen mit meinem Freunden, das Einlaufen ins Ziel, das Beenden dieser Herausforderung war so wichtig, so einschneidend, so überdauernd.

Aber das war noch nicht das Ende der Geschichte. Die Brocken Challenge endete nicht mit dem Überschreiten der Ziellinie (das ginge auch gar nicht, weil es ja gar keine solche Linie gab). Es kam noch der Gang in den Goethesaal und zum Festbankett beim Brockenwirt. Auf den Weg dorthin, direkt im Vorhof des zugigen Einganges zum Brockenwirt da stand Constanze. Wir sahen uns, brauchten nichts sagen und fielen uns einfach nur in die Arme. Kennt ihr das, wenn ihr jemanden anscheinend nur oberflächlich kennt und euch doch so emotional tief mit diesem Menschen verbunden fühlt? So als ob euch ein tiefes, altes Band verbindet?  So erging es mir mit Conny. Sie war damals so emotional tief, warm, ich schaute sie an und es ging mir so rein, so tief.

Direkt nach Conny traf ich Michael K. Den guten alten Lauffreund aus N., er begleitete meine gesamte Laufbiographie bis dorthin und hoffentlich auch noch viel weiter. Ach was habe ich ihn damals nicht gemocht, diesen meinen Freund. Aber eigentlich mochte ich ihn ziemlich doll. Geradezu nicht gemocht hatte ich ihn, da er meine Leistungen immer genau richtig im Vorhinein eingeschätzt hatte und so auch bei dieser BC. Er  hatte hier auf 12:30h getippt, wegen  der Verhältnisse. Ich dachte mir: Pfff! Nichts da, ich wollte schon die 12h knacken. Und was kam raus: 12:30h! Echt, das war nur die kleinste Qualität an ihm, die mich dazu brachte ihn unglaublich gern zu haben, eigentlich schon mehr, ich möchte ihn nicht missen.

Und dann trat ich in den Festsaal ein. Da saß meine gesamte Lauffamilie, das waren noch so viele, die ich hier noch nicht erwähnt hatte … aber ab den ersten Schritt in diesen Raum, den ersten Blick auf diese wunderbaren Menschen, hatte ich ein Blackout.

 

Und nun? Und heute?

Heute sitze ich hier, vor der Anmeldung zur nächsten Brocken Challenge 2017. Ich weiß, ich werde das letzte Jahr nicht wiederholen können. Aber es wird (hoffentlich) neue Erfahrungen geben.

Gute Erfahrungen? Werde ich es schaffen? Werde ich besser sein?

 

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Eine Antwort zu BC2016 – Retrospektive Splitter auf einen Lauf im Februar 2016

  1. runningmom2709 schreibt:

    Heul… was für ein toller und emotionaler Bericht, liebe Maren!!! Danke, dass Du uns an diesem Erlebnis, das Dich so sehr berührt hat, teilhaben lässt!

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